VHS Online-Kurse: Formate, Technik und Kosten
Die häufigste Fehlannahme zuerst: Ein Onlinekurs an der Volkshochschule ist in aller Regel kein Selbstlernkurs, sondern eine Videokonferenz zu festen Terminen - dieselbe Gruppe, dieselbe Kursleitung, derselbe Wochentag wie im Präsenzkurs, nur eben am Bildschirm. Wer zeitlich völlig frei lernen möchte, braucht ein anderes Format.

- vhs.cloudbundesweite Lernplattform
- festeTermine wie im Präsenzkurs
- kostenlosvhs-Lernportal für Grundbildung
- gleicheGebühr wie vor Ort
Die vier Formate im Programm
Prüfen Sie vor der Anmeldung, welches der vier Formate gemeint ist. „Onlinekurs" steht in Programmheften für alle vier, und der Unterschied zwischen festen Terminen und freier Zeiteinteilung ist der wichtigste überhaupt.
- Live-OnlineVideokonferenz zu festen Terminen, mit Kursleitung und Gruppe. Der Regelfall - erkennbar an Zusätzen wie „online", „Live-Online" oder „Webinar" im Kurstitel
- Hybridein Teil der Gruppe im Kursraum, ein Teil zugeschaltet. Wird seltener angeboten, weil es zwei Aufmerksamkeiten gleichzeitig verlangt
- Blended LearningPräsenztermine im Wechsel mit Onlinephasen, dazwischen Aufgaben auf der Lernplattform
- Selbstlernkurszeitlich frei, ohne feste Termine - bei Volkshochschulen vor allem über das kostenlose vhs-Lernportal
Wo können Sie einen Online-Kurs belegen?
Wenn die Volkshochschule vor Ort nichts Passendes im Programm hat oder feste Termine nicht in Ihren Alltag passen, kommen Fernschulen in Betracht. Sie arbeiten ausschließlich im Selbststudium mit Betreuung durch Fernlehrer und sind damit das Gegenstück zum Live-Online-Kurs der Volkshochschule.
Die meisten Anbieter räumen ein vierwöchiges kostenloses Probestudium ein: Sie können in Ruhe testen, ob das Format zu Ihnen passt, und fristgemäß beenden, wenn nicht. Weil sich die Lehrgänge bei Inhalten, Dauer und Kosten deutlich unterscheiden, lohnt der direkte Vergleich - das kostenlose Infomaterial ist dafür der einfachste Weg.
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Staatlich zugelassen (ZFU) · seit 1948
- Sprachen, EDV und berufliche Weiterbildung
- 4 Wochen kostenloses Probestudium
- Verlängerung bis zu 24 Monaten möglich

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- Sprachen, EDV und berufliche Weiterbildung
- 4 Wochen kostenloses Probestudium
- Verlängerung bis zu 24 Monaten möglich

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Staatlich zugelassen (ZFU)
- Sprachen, EDV und berufliche Weiterbildung
- 4 Wochen kostenloses Probestudium
- Verlängerung bis zu 16 Monaten möglich

ILS Institut für Lernsysteme
Staatlich zugelassen (ZFU)
- Sprachen, EDV und berufliche Weiterbildung
- 4 Wochen kostenloses Probestudium
- Deutschlands größte Fernschule
Die vorgestellten Fernschulen sind Werbepartner. Bei einer Bestellung von Infomaterial über einen dieser Links erhalten wir gegebenenfalls eine Provision - für Sie bleibt es kostenlos und unverbindlich.
Ein Fernlehrgang ist etwas anderes als ein VHS-Kurs: Er dauert Monate statt Wochen, kostet ein Vielfaches und endet mit einem Zertifikat des Anbieters. Wer nur eine Sprache auffrischen oder Excel lernen möchte, fährt mit der Volkshochschule günstiger. Wer eine berufliche Qualifikation im eigenen Tempo anstrebt, ist bei den Fernschulen richtig.
Was online gut geht - und was nicht
- Sprachen - funktionieren gut, solange keine fremde Schrift dazukommt. In kleinen Gruppen kommt jeder sogar häufiger zu Wort als im Kursraum.
- EDV und Office - profitieren sogar: Sie arbeiten am eigenen Rechner statt an einem fremden, und der geteilte Bildschirm ist besser zu sehen als ein Beamer.
- Vorträge, Recht, politische Bildung - inhaltlich ohne Verlust.
- Bewegung und Entspannung - eingeschränkt: Die Kursleitung sieht Haltungsfehler am kleinen Kamerabild kaum. Als Präventionskurs mit Kassenzuschuss ist ein Onlineformat nur anerkannt, wenn es entsprechend zertifiziert ist.
- Handwerk, Kochen, Töpfern, Schweißen - gehen nicht. Wo Material und Werkzeug gebraucht werden, bleibt der Präsenzkurs unersetzt.
vhs.cloud und der Ablauf
Die meisten Volkshochschulen arbeiten mit der vhs.cloud, der gemeinsamen Lernplattform der deutschen Volkshochschulen. Nach der Anmeldung erhalten Sie einen Kurscode, legen ein Konto an und treten dem Kursraum bei. Dort liegen Material und Aufgaben; die Videokonferenz startet direkt aus dem Kursraum im Browser - ohne zusätzliche Software.
Einzelne Volkshochschulen nutzen stattdessen Zoom, BigBlueButton oder Webex. Welches System verwendet wird, steht in der Anmeldebestätigung. Nehmen Sie sich für den ersten Zugang Zeit vor dem Kursbeginn - viele Volkshochschulen bieten dafür einen kostenlosen Technik-Check oder eine Sprechstunde an.
Was Sie technisch brauchen
Ein Rechner, Tablet oder Notebook mit Kamera und Mikrofon, dazu eine stabile Internetverbindung. Ein Headset macht den größten Unterschied - eingebaute Mikrofone übertragen Raumhall und Tastaturgeräusche, was in einer Gruppe schnell stört.
Am Smartphone ist die Teilnahme meist möglich, aber unpraktisch: Für geteilte Bildschirme, Arbeitsblätter und Chat ist die Anzeige zu klein. Bei EDV-Kursen ist ein zweiter Bildschirm ideal, damit Sie mitarbeiten können, während die Kursleitung etwas vorführt.
Das kostenlose vhs-Lernportal
Neben den Kursen betreibt der Deutsche Volkshochschul-Verband das vhs-Lernportal - ein kostenfreies Online-Lernangebot, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Es umfasst Kurse für Deutsch als Zweitsprache, Alphabetisierung für Deutschsprachige, die Vorbereitung auf den Schulabschluss sowie Grundbildungsthemen wie Rechnen, Medien und Gesundheit.
Der Unterschied zum Kurs: Sie lernen zeitlich frei, werden aber von geschulten Online-Tutoren begleitet, die Aufgaben korrigieren und Rückmeldung geben. Viele Volkshochschulen setzen das Portal begleitend zum Präsenzunterricht ein. Näheres unter Grundbildung.
Kosten, Anmeldung und Ermäßigung
Onlinekurse kosten in der Regel genauso viel wie Präsenzkurse - die Kursleitung wird gleich vergütet, gespart wird nur der Raum. Ein Sprachsemester liegt also auch online bei 80 bis 160 Euro. Ermäßigungen gelten unverändert, ebenso die Anmeldefristen und Rücktrittsregeln.
Ein Vorteil bleibt: Weil Teilnehmende mehrerer Städte zusammengelegt werden können, kommen online auch Kurse zustande, die vor Ort mangels Anmeldungen ausfallen würden - seltene Sprachen etwa. Wer einen bestimmten Kurs sucht, sollte deshalb auch das Onlineprogramm benachbarter Volkshochschulen ansehen.
Häufige Fragen zu Online-Kursen
Kann ich frei einteilen, wann ich lerne?
Bei den meisten VHS-Onlinekursen nicht - sie laufen als Videokonferenz zu festen Terminen. Zeitlich frei lernen Sie im kostenlosen vhs-Lernportal oder in ausdrücklich als Selbstlernkurs ausgeschriebenen Angeboten.
Welche Technik brauche ich?
Rechner oder Tablet mit Kamera und Mikrofon sowie eine stabile Verbindung. Ein Headset verbessert die Verständlichkeit deutlich. Am Smartphone ist die Teilnahme möglich, für Arbeitsblätter und geteilte Bildschirme aber zu klein.
Was ist die vhs.cloud?
Die gemeinsame Lernplattform der deutschen Volkshochschulen. Sie erhalten mit der Anmeldung einen Kurscode, legen ein Konto an und treten dem Kursraum bei - dort liegen Material und Aufgaben, und von dort startet die Videokonferenz im Browser.
Sind Onlinekurse günstiger?
In der Regel nicht. Die Kursleitung wird gleich vergütet, gespart wird nur der Raum. Ermäßigungen und Rücktrittsregeln gelten unverändert.
Zahlt die Krankenkasse auch bei Online-Gesundheitskursen?
Nur wenn der Kurs als Präventionskurs nach § 20 SGB V zertifiziert ist - das gilt für Onlineformate gesondert. Fragen Sie vor der Anmeldung nach, sonst bleiben Sie auf der Gebühr sitzen.
Was passiert, wenn die Technik streikt?
Kursleitungen planen dafür meist Pufferzeit ein, viele Volkshochschulen bieten vorab einen kostenlosen Technik-Check an. Nutzen Sie ihn - der erste Zugang ist die Hürde, danach läuft es fast immer.
Online-Kurse Ihrer Volkshochschule finden
Welche Kurse online laufen, entscheidet jede Volkshochschule selbst - im Programm sind sie eigens gekennzeichnet. Über unsere Übersicht der Bundesländer finden Sie die Einrichtung in Ihrer Region. Einen breiteren Überblick über Onlineangebote auch außerhalb der Volkshochschulen bietet online-kurse.de.
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