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Chinesisch lernen an der Volkshochschule

Sprachkurs an der Volkshochschule

Chinesisch hat rund 1,3 Milliarden Muttersprachler und gilt als eine der schwersten Sprachen für Deutschsprachige. Zwei Dinge machen den Unterschied: vier Töne, die die Bedeutung eines Wortes verändern, und ein Schriftsystem ohne Alphabet. Die Grammatik dagegen ist einfacher als die deutsche - es gibt weder Konjugation noch Fälle.

  • 4Töne plus ein neutraler
  • 1,3 Mrd.Muttersprachler weltweit
  • 2.000Schriftzeichen für den Alltag
  • 80-160 €je Semester an der VHS

Die vier Töne

Chinesisch unterscheidet Wörter durch die Tonhöhe. Die Silbe „ma" bedeutet je nach Ton Mutter, Hanf, Pferd oder schimpfen. Für deutsche Ohren ist das zunächst kaum zu hören, weil Tonhöhe im Deutschen Gefühle transportiert, nicht Bedeutung.

Im Kurs werden die Töne von der ersten Stunde an mitgeübt, weil sie sich später kaum korrigieren lassen. Die gute Nachricht: Im Satzzusammenhang verzeihen Muttersprachler viel - wer den Ton verfehlt, wird meist trotzdem verstanden.

Pinyin und Schriftzeichen

Der Einstieg läuft über Pinyin, die Umschrift in lateinischen Buchstaben mit Tonzeichen. Damit lassen sich Aussprache und erste Sätze lernen, ohne ein einziges Schriftzeichen zu kennen.

Parallel beginnen die meisten Kurse mit den Zeichen. Für Zeitungslektüre gelten rund 2.000 als nötig, im ersten VHS-Jahr lernt man etwa 150 bis 300. Jedes Zeichen hat eine feste Strichreihenfolge - sie zu beachten hilft beim Einprägen und ist die Voraussetzung, um Zeichen später in Wörterbüchern nachzuschlagen.

Volkshochschulen unterrichten die vereinfachten Zeichen, die auf dem chinesischen Festland gelten. In Taiwan und Hongkong sind die traditionellen Langzeichen üblich.

Die Grammatik ist der leichte Teil

Was Chinesisch schwer macht, liegt bei Aussprache und Schrift - nicht bei der Grammatik:

  • Keine Konjugation. Verben verändern sich nicht nach Person oder Zeit.
  • Keine Fälle, keine Artikel, kein Plural im deutschen Sinne.
  • Feste Wortstellung - Zeitangaben und Ortsangaben stehen an klar geregelten Positionen.

Wer die ersten Hürden nimmt, kommt deshalb oft schneller zu einfachen Sätzen als bei europäischen Sprachen mit ihren Verbformen.

Wer an der VHS Chinesisch lernt

Wer hierzulande Chinesisch lernt, ist unter Sprachschülern noch immer die Ausnahme. Den größten Teil stellen Berufstätige mit Geschäftsbeziehungen nach China, dazu kommen Studierende vor einem Auslandssemester und Menschen mit familiärem Bezug. In den vergangenen Jahren ist eine Gruppe hinzugekommen, die über Kultur, Kalligrafie oder Medizin zur Sprache findet.

Chinesisch online lernen

Für die Töne ist Präsenzunterricht im Vorteil, weil die Kursleitung unmittelbar korrigieren kann - über eine Videoverbindung geht Feinheit verloren. Für das Zeichenschreiben gilt dasselbe. Als Fortsetzung nach dem Einstieg funktionieren Onlinekurse gut. Mehr dazu unter VHS Online Kurse.

Häufige Fragen

Muss ich die Schriftzeichen lernen?

Für den Anfang reicht Pinyin, die Umschrift in lateinischen Buchstaben. Wer über einfache Gespräche hinaus möchte, kommt an den Zeichen aber nicht vorbei - schon weil Wörterbücher und Lehrmaterial ohne sie nicht funktionieren. Im ersten Jahr sind 150 bis 300 Zeichen üblich.

Sind die Töne wirklich so entscheidend?

Isoliert ja, im Satz weniger. Der Zusammenhang macht meist klar, was gemeint ist. Trotzdem sollten Sie die Töne von Anfang an mitlernen - später umzulernen ist deutlich mühsamer, als es gleich richtig zu üben.

Welche Variante wird unterrichtet?

Hochchinesisch, auch Mandarin genannt, mit vereinfachten Schriftzeichen. Das ist die Amts- und Verkehrssprache der Volksrepublik. Kantonesisch, in Hongkong und Südchina verbreitet, wird an Volkshochschulen kaum angeboten.

Wie lange dauert es bis zur ersten Unterhaltung?

Für einfache Gespräche brauchen die meisten drei bis vier Semester. Weil die Grammatik einfach ist, kommen erste Sätze früh - Zeit kostet vor allem der Wortschatz, weil kaum ein Wort an Bekanntes anknüpft.

Was kostet ein Chinesischkurs an der VHS?

Zwischen 80 und 160 Euro pro Semester, dazu ein Lehrbuch für 20 bis 30 Euro. Chinesisch wird seltener angeboten als europäische Sprachen - an kleineren Volkshochschulen kommt ein Kurs nur bei ausreichender Anmeldezahl zustande.

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Chinesisch führen vor allem größere Volkshochschulen im Programm, oft in Kooperation mit Konfuzius-Instituten. Über unsere Übersicht der Bundesländer finden Sie die Einrichtung in Ihrer Region.

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