Schweißkurs an der Volkshochschule
Schweißen lässt sich nicht aus Videos lernen - es braucht Material, Absaugung, Schutzausrüstung und jemanden, der die Naht beurteilt. Volkshochschulen bieten Kurse meist als Wochenendlehrgang in einer Werkstatt an, häufig in Kooperation mit Betrieben oder Berufsschulen. Für Heimwerker reicht das, für berufliche Zwecke braucht es mehr.
- 1-3Tage je nach Verfahren
- 150-400 €Kursgebühr
- 3gängige Verfahren
- gestelltSchutzausrüstung meist inklusive
Die Verfahren im Überblick
- MAG/MIG (Schutzgas)am leichtesten zu erlernen, für Stahl und Blech, der übliche Einstieg
- Elektrode (E-Hand)robust und ohne Gasflasche, im Freien einsetzbar, anspruchsvoller
- WIGfür saubere Nähte und dünne Bleche, auch Aluminium und Edelstahl; braucht am meisten Übung
Für Reparaturen an Anhänger, Zaun oder Gartengerät ist MAG die richtige Wahl. Wer Aluminium bearbeiten will, kommt an WIG nicht vorbei.
Was der Kurs vermittelt
Der Anteil an Theorie ist klein: Werkstoffkunde, Gefahren, Schutzmaßnahmen, Nahtarten. Den Großteil nimmt das Üben ein - Blech auf Blech, verschiedene Nahtformen, Positionen. Am Ende beurteilt die Kursleitung die Nähte und zeigt, woran typische Fehler zu erkennen sind: Poren, Einbrandkerben, ungleichmäßige Schuppung.
Schutzausrüstung wird in den meisten Kursen gestellt, ebenso Material. Mitbringen sollten Sie feste Schuhe und Kleidung aus Baumwolle - Kunstfasern schmelzen bei Funkenflug.
Was ein VHS-Kurs nicht ersetzt
Für den privaten Gebrauch reicht ein solcher Kurs. Wer beruflich schweißt, braucht eine Schweißerprüfung nach DIN EN ISO 9606 - abgenommen von zugelassenen Stellen wie der Schweißtechnischen Lehr- und Versuchsanstalt. Diese Prüfungen sind aufwendiger, verfahrens- und werkstoffbezogen und müssen regelmäßig verlängert werden.
VHS-Kurse bereiten darauf vor, ersetzen sie aber nicht. Wenn Sie den Nachweis für den Beruf brauchen, klären Sie vorher, welche Prüfung Ihr Arbeitgeber verlangt.
Sicherheit ist der halbe Kurs
Beim Schweißen entstehen UV-Strahlung, Rauch und Funkenflug. Die Blendung führt bei Ungeübten schnell zur schmerzhaften Bindehautentzündung, umgangssprachlich Verblitzen. Deshalb steht die Schutzausrüstung am Anfang jedes Kurses, nicht am Rand - und deshalb ist Schweißen in der Garage ohne Absaugung keine gute Idee.
Häufige Fragen
Welches Verfahren soll ich lernen?
Für Heimwerken und Reparaturen an Stahl ist MAG-Schweißen der übliche Einstieg - es ist am schnellsten zu erlernen. WIG brauchen Sie für Aluminium und saubere Nähte, es verlangt aber deutlich mehr Übung.
Brauche ich eigene Ausrüstung?
In den meisten VHS-Kursen nicht, Schutzausrüstung und Material werden gestellt. Mitbringen sollten Sie feste Schuhe und Baumwollkleidung - Kunstfasern schmelzen bei Funkenflug und verkleben mit der Haut.
Ersetzt der Kurs eine Schweißerprüfung?
Nein. Für berufliches Schweißen ist eine Prüfung nach DIN EN ISO 9606 nötig, die von zugelassenen Stellen abgenommen wird und regelmäßig verlängert werden muss. Der VHS-Kurs bereitet vor, ersetzt sie aber nicht.
Kann ich als Anfänger teilnehmen?
Ja, Grundkurse setzen keine Vorkenntnisse voraus. Handwerkliches Geschick hilft, ist aber keine Bedingung - die ersten Nähte sehen bei allen ähnlich unregelmäßig aus.
Was kostet ein Schweißkurs?
Zwischen 150 und 400 Euro je nach Dauer und Verfahren. Das liegt über anderen VHS-Kursen, weil Material, Gas und Werkstattnutzung teuer sind - im Vergleich zu privaten Anbietern ist es dennoch günstig.
Kurs in Ihrer Nähe finden
Schweißkurse setzen eine Werkstatt voraus und werden nur von Volkshochschulen mit entsprechender Kooperation angeboten. Über unsere Übersicht der Bundesländer finden Sie die Einrichtung in Ihrer Region.
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Schweißkurs in Ihrer Region
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