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Entspannungskurse an der Volkshochschule

Teilnehmende bei einer Entspannungsübung

Unter „Entspannungskurs" fassen Volkshochschulen mehrere Verfahren zusammen, die sich deutlich unterscheiden - körperlich oder mental, mit Anleitung oder ohne. Wer die Unterschiede kennt, wählt gezielter. Die meisten Kurse laufen über 8 bis 12 Termine und sind häufig von der Krankenkasse bezuschusst.

  • 8-12Termine je Kurs
  • 4verbreitete Verfahren
  • 50-130 €für den gesamten Kurs
  • 80-100 %Erstattung bei Zertifizierung

Die verbreiteten Verfahren im Vergleich

  • Progressive MuskelentspannungMuskeln anspannen und lösen; körperlich, schnell zu lernen, gut bei Verspannung
  • Autogenes TrainingSelbstsuggestion ohne Bewegung; braucht länger, danach überall anwendbar
  • Achtsamkeit und MBSRWahrnehmung schulen statt entspannen wollen; Kurse dauern meist acht Wochen
  • Qigong und Tai-Chilangsame Bewegungsfolgen; verbindet Entspannung mit Beweglichkeit

Wer körperlich anfangen möchte, ist mit Progressiver Muskelentspannung gut beraten - sie ist am schnellsten zugänglich. Wer eine Methode für unterwegs sucht, wählt autogenes Training.

Für wen sich die Kurse eignen

Der häufigste Anlass ist beruflicher Druck, gefolgt von Schlafproblemen und Spannungskopfschmerz. Die Kurse setzen keine Vorkenntnisse und keine Beweglichkeit voraus, geübt wird im Sitzen oder Liegen.

Bei diagnostizierten psychischen Erkrankungen ersetzt ein Kurs keine Behandlung. Manche Verfahren sind bei akuten Beschwerden auch ungeeignet - sprechen Sie das vor der Anmeldung an, die Kursleitungen sind darin geschult.

Ablauf und was Sie mitbringen

Bequeme Kleidung und eine Decke, weil der Körper beim Entspannen auskühlt. Matten und Hilfsmittel stellt die Volkshochschule. Ein Kurs umfasst 8 bis 12 Termine zu 60 bis 90 Minuten, meist am Abend.

Wie bei allen Entspannungsverfahren entscheidet das Üben zwischen den Terminen. Die meisten Kurse geben dafür Aufnahmen oder Anleitungen mit.

Erstattung durch die Krankenkasse

Progressive Muskelentspannung und autogenes Training sind besonders häufig nach § 20 SGB V zertifiziert, Achtsamkeitskurse ebenfalls. Die Kassen erstatten dann meist 80 bis 100 Prozent für ein bis zwei Kurse im Jahr. Reine Wellness- oder Klangschalenangebote sind in der Regel nicht zertifiziert. Näheres unter VHS Gesundheitskurse.

Häufige Fragen

Welches Verfahren soll ich wählen?

Für den Einstieg eignet sich Progressive Muskelentspannung, weil sie körperlich ansetzt und schnell wirkt. Autogenes Training braucht mehr Geduld, lässt sich danach aber überall anwenden. Achtsamkeitskurse zielen weniger auf Entspannung als auf einen anderen Umgang mit Anspannung.

Muss ich beweglich sein?

Nein. Geübt wird im Sitzen oder Liegen, bei Qigong im Stehen mit langsamen Bewegungen. Wer nicht auf den Boden möchte oder kann, findet in fast jedem Kurs eine Variante auf dem Stuhl.

Hilft ein Entspannungskurs bei Schlafstörungen?

Bei stressbedingten Einschlafproblemen häufig ja, und beide großen Verfahren sind dafür belegt. Bei anhaltenden Schlafstörungen mit anderen Ursachen sollten Sie ärztlich abklären lassen, statt allein auf einen Kurs zu setzen.

Was muss ich mitbringen?

Bequeme Kleidung, warme Socken und eine Decke. Matten und Kissen stellt die Volkshochschule. Essen Sie vorher nichts Schweres - im Liegen wird das schnell unangenehm.

Zahlt die Krankenkasse?

Bei zertifizierten Präventionskursen meist 80 bis 100 Prozent für ein bis zwei Kurse im Jahr, Voraussetzung ist eine Teilnahme an mindestens 80 Prozent der Termine. Fragen Sie vor der Anmeldung nach der Kursnummer im Prüfsiegel-Verzeichnis.

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Entspannungskurse gehören zum Standardprogramm fast jeder Volkshochschule, meist in mehreren Verfahren. Über unsere Übersicht der Bundesländer finden Sie die Einrichtung in Ihrer Region.

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