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Rückenschule an der Volkshochschule

Kursleiterin korrigiert die Haltung einer Teilnehmerin, weitere Teilnehmende üben auf Matten

Die Rückenschule ist der Kurs, den Krankenkassen am häufigsten bezuschussen - und einer der wenigen, bei denen der Nutzen messbar ist. Es geht nicht um Sport, sondern um Bewegungsmuster: wie man hebt, sitzt und trägt, ohne den Rücken zu belasten. Ein Kurs umfasst meist 8 bis 12 Termine.

  • 8-12Termine je Kurs
  • 60-90Minuten je Termin
  • 50-120 €für den gesamten Kurs
  • 80-100 %Erstattung bei Zertifizierung

Was in der Rückenschule passiert

Der Kurs verbindet drei Teile, die aufeinander aufbauen:

  • Kräftigung der Rumpfmuskulatur, vor allem der tiefen Schichten, die die Wirbelsäule stabilisieren.
  • Dehnung verkürzter Muskeln - meist Brust, Hüftbeuger und hintere Oberschenkel, die vom Sitzen verkürzen.
  • Verhaltenstraining für den Alltag: heben aus den Beinen, Bildschirmarbeitsplatz einrichten, Lasten tragen, aufstehen aus dem Liegen.

Der dritte Teil ist der entscheidende und wird oft unterschätzt. Zwölf Termine Übungen bringen wenig, wenn danach wieder falsch gehoben wird.

Für wen der Kurs gedacht ist

Die Rückenschule richtet sich an Menschen mit gelegentlichen Beschwerden und an alle, die vorbeugen möchten - typischerweise nach Jahren am Schreibtisch oder bei körperlicher Arbeit. Sie ist keine Behandlung: Bei akuten Schmerzen, nach Bandscheibenvorfällen oder Operationen gehört zunächst eine ärztliche Abklärung dazu, oft gefolgt von Physiotherapie statt Kurs.

Viele Volkshochschulen weisen deshalb Kurse mit dem Zusatz „sanft" oder „bei Beschwerden" aus. Wer unsicher ist, ruft vor der Anmeldung an - die Kursleitung sagt ehrlich, ob der Kurs passt.

Erstattung durch die Krankenkasse

Rückenschulen sind besonders häufig nach § 20 SGB V zertifiziert, weil das Konzept standardisiert ist. Die gesetzlichen Kassen erstatten dann meist 80 bis 100 Prozent für ein bis zwei Kurse pro Jahr, Voraussetzung ist eine Teilnahme an mindestens 80 Prozent der Termine.

Prüfen Sie vor der Anmeldung, ob der konkrete Kurs im Prüfsiegel-Verzeichnis geführt wird - die Volkshochschule nennt auf Nachfrage die Kursnummer. Die Schritte im Einzelnen stehen unter VHS Gesundheitskurse.

Wie es nach dem Kurs weitergeht

Der Effekt hält nur, wenn die Übungen weitergeführt werden - dafür bekommen Teilnehmende in der Regel ein Übungsprogramm für zu Hause, das zehn bis fünfzehn Minuten braucht. Viele Volkshochschulen bieten Aufbaukurse an oder empfehlen im Anschluss Pilates oder Yoga, die dieselbe Muskulatur ansprechen.

Häufige Fragen

Zahlt die Krankenkasse die Rückenschule?

Bei zertifizierten Präventionskursen üblicherweise 80 bis 100 Prozent für ein bis zwei Kurse im Jahr. Sie zahlen die Gebühr zunächst selbst und reichen die Teilnahmebescheinigung anschließend bei der Kasse ein. Eine direkte Abrechnung gibt es nicht.

Brauche ich ein ärztliches Attest?

In der Regel nicht. Bei akuten Beschwerden, nach Operationen oder einem Bandscheibenvorfall sollten Sie die Teilnahme aber ärztlich abklären. Die Volkshochschule weist in der Kursbeschreibung darauf hin, wenn eine Bescheinigung nötig ist.

Ist die Rückenschule anstrengend?

Sie ist kein Ausdauertraining. Die Übungen sind auf Kräftigung und Beweglichkeit ausgelegt und lassen sich in der Intensität anpassen. Wer lange nichts gemacht hat, spürt in den ersten Wochen trotzdem einen Muskelkater.

Was muss ich mitbringen?

Bequeme Kleidung, ein großes Handtuch und rutschfeste Socken. Matten und Kleingeräte stellt die Volkshochschule. Bei Kursen im Wasser kommt Badekleidung dazu.

Wie schnell wirkt das?

Eine Kräftigung ist nach sechs bis acht Wochen regelmäßiger Übung messbar. Der größere Effekt kommt aber aus dem veränderten Alltagsverhalten - das wirkt sofort, sobald es angewendet wird.

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