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Massagekurse an der Volkshochschule

Zwei Teilnehmende üben Nackenmassage im Kursraum

In einem Massagekurs an der Volkshochschule lernen Sie, jemandem aus Ihrem Umfeld eine wohltuende Massage zu geben - Partnerin, Partner, Freundin, Familie. Es geht um Handgriffe, Druck und Aufbau, nicht um Behandlung. Diese Unterscheidung ist der wichtigste Punkt des Kurses und zugleich der, den viele vorher nicht kennen.

  • 1-6Termine je Kurs
  • 30-140 €Kursgebühr
  • zu zweitmeist Anmeldung als Paar
  • 2 JahreAusbildung für den Beruf

Wellness, nicht Therapie

Massagen zu medizinischen Zwecken dürfen in Deutschland nur ausgebildete Masseure und medizinische Bademeister sowie Physiotherapeuten erbringen - das ist ein Beruf mit zweijähriger Ausbildung und staatlicher Prüfung. Ein Volkshochschulkurs vermittelt Wellnessmassage für den privaten Gebrauch.

Praktisch heißt das: Sie lernen, Verspannungen zu lockern und Entspannung herbeizuführen. Sie lernen nicht, Beschwerden zu diagnostizieren oder zu behandeln. Bei Bandscheibenproblemen, akuten Schmerzen, Entzündungen, Thrombose, Fieber oder in der Schwangerschaft gehört nicht massiert, sondern ärztlich abgeklärt.

Was gelernt wird

Die klassischen Griffe kommen aus der schwedischen Massage: Streichungen zum Einleiten und Verteilen des Öls, Knetungen für die Muskulatur, Reibungen punktuell an verspannten Stellen, Klopfungen zum Abschluss. Dazu die Reihenfolge - von grob nach fein, von außen nach innen, immer Richtung Herz.

Genauso wichtig ist, was man lässt: Über der Wirbelsäule wird nicht gedrückt, Kniekehlen, Achseln und Halsvorderseite bleiben aus. Und die eigene Haltung - wer krumm steht, hat nach zehn Minuten selbst Rückenschmerzen.

  • Nacken und Schulter - der häufigste Kurs, oft ein einzelner Abend
  • Rücken - Aufbaukurs über mehrere Termine
  • Fußreflexzonen - beliebt, wirkt aber nicht so, wie die Lehre behauptet
  • Babymassage - eigener Kurs, meist im Fachbereich Familie

Wie ein Kurs abläuft

Gearbeitet wird zu zweit, im Wechsel - jede Person massiert und wird massiert. Deshalb melden sich viele Volkshochschulen ausdrücklich für Paare an; wer allein kommt, wird zugeteilt. Wenn Ihnen das unangenehm ist, fragen Sie vorher, wie der Kurs organisiert ist.

Massiert wird meist auf Matten am Boden, seltener auf Liegen. Bekleidung: bequem, Oberteil zum Ausziehen bei Rückenmassage, ein großes Handtuch zum Abdecken. Öl stellt in der Regel die Volkshochschule.

Was Sie mitbringen

Zwei große Handtücher, ein Kissen, bequeme Kleidung und ein Haargummi bei langen Haaren. Manche Kurse bitten um eigenes Massageöl - das steht in der Ausschreibung. Neutrales Mandel- oder Jojobaöl aus der Drogerie reicht völlig; auf Duftöle sollten Sie verzichten, wenn Sie nicht wissen, ob Ihr Gegenüber sie verträgt.

Häufige Fragen

Darf ich nach dem Kurs Massagen anbieten?

Nein. Massage zu Heilzwecken ist ausgebildeten Masseuren und Physiotherapeuten vorbehalten. Der Kurs vermittelt Wellnessmassage für den privaten Gebrauch.

Muss ich zu zweit kommen?

Nicht zwingend, aber geübt wird paarweise im Wechsel. Wer allein kommt, wird zugeteilt - wenn Ihnen das unangenehm wäre, fragen Sie vorher nach dem Ablauf.

Was kostet ein Massagekurs?

Ein Abendkurs 30 bis 60 Euro, mehrteilige Kurse bis etwa 140 Euro. Öl und Matten stellt meist die Volkshochschule.

Wann sollte nicht massiert werden?

Bei akuten Schmerzen, Entzündungen, Fieber, Thrombose, Hauterkrankungen an der Stelle und nach frischen Verletzungen. In der Schwangerschaft und bei Bandscheibenproblemen vorher ärztlich abklären.

Zahlt die Krankenkasse den Kurs?

Nein. Zuschüsse nach § 20 SGB V gibt es für Präventionskurse wie Rückenschule oder Yoga, nicht für Wellnessmassage.

Kurs in Ihrer Nähe finden

Massagekurse laufen im Fachbereich Gesundheit, oft neben Entspannungskursen und progressiver Muskelentspannung. Wer etwas gegen die Ursache von Verspannungen tun will, ist mit Rückenschule besser bedient. Die zuständige Volkshochschule zeigt die Städteübersicht.

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