Meditationskurse an der Volkshochschule
Die häufigste Fehlannahme über Meditation lautet, man müsse dabei an nichts denken. Das gelingt niemandem. Geübt wird etwas anderes: zu bemerken, dass die Aufmerksamkeit abgeschweift ist, und sie zurückzuholen - immer wieder. Jedes Abschweifen ist damit kein Scheitern, sondern die Übung selbst.
- 8-12Termine je Kurs
- 60-140 €Kursgebühr
- 10-20Minuten für den Einstieg
- sitzendauf Kissen, Bank oder Stuhl
Welche Formen unterrichtet werden
- Atemmeditationder Klassiker: Aufmerksamkeit beim Atem, ohne ihn zu steuern. Der übliche Einstieg
- Body-Scandie Aufmerksamkeit langsam durch den Körper führen - im Liegen, gut gegen Anspannung
- Gehmeditationfür alle, die stilles Sitzen schwer aushalten
- MettaÜbung des Wohlwollens mit stillen Sätzen für sich und andere
- Zenstrenger geführt, in fester Haltung und Sitzordnung - an einzelnen Volkshochschulen mit erfahrener Leitung
Warum der Anfang unbequem ist
Die ersten Wochen sind für fast alle unangenehm: Der Rücken meldet sich, die Beine schlafen ein, und im Kopf geht es lauter zu als sonst. Das liegt nicht daran, dass man ungeeignet wäre - im Stillsitzen wird nur hörbar, was ohnehin da ist.
Was hilft: kurze Einheiten von zehn Minuten statt langer Sitzungen, eine Haltung, die wirklich bequem ist (ein Stuhl ist völlig in Ordnung), und feste Zeiten. Die Übung wirkt über Regelmäßigkeit, nicht über Dauer.
Meditation, Achtsamkeit, Entspannung
Die Begriffe werden durcheinandergeworfen. Kurz sortiert: Achtsamkeit ist die Haltung des nicht wertenden Wahrnehmens, Meditation die formale Übung dafür, und Entspannungsverfahren wie die progressive Muskelentspannung zielen direkt auf körperliche Lösung.
Praktisch heißt das: Wer abends abschalten will, ist mit einem Entspannungskurs oft schneller am Ziel. Wer etwas Grundsätzlicheres sucht - anders mit Anspannung, Ärger oder Sorgen umzugehen -, ist bei Meditation richtig, muss aber Wochen einplanen.
Ausstattung und Ablauf
Kissen, Bänkchen und Matten stellt die Volkshochschule meist zur Verfügung; wer ein eigenes Kissen hat, bringt es mit. Bequeme Kleidung, warme Socken und eine Decke sind sinnvoll - beim ruhigen Sitzen kühlt der Körper aus.
Eine Stunde beginnt üblicherweise mit kurzer Lockerung, dann folgen eine oder zwei Sitzperioden von zehn bis zwanzig Minuten, dazwischen eine Gehphase, am Ende ein Austausch in der Gruppe. Meditation als Präventionskurs nach § 20 SGB V ist selten; achtsamkeitsbasierte Programme werden dagegen häufig bezuschusst.
Häufige Fragen
Muss ich an nichts denken?
Nein, das gelingt niemandem. Geübt wird, das Abschweifen zu bemerken und die Aufmerksamkeit zurückzuholen. Jedes Abschweifen ist Teil der Übung, kein Fehler.
Muss ich im Schneidersitz sitzen?
Nein. Ein Stuhl ist völlig in Ordnung und für die meisten sogar besser - die Haltung soll aufrecht und bequem sein. Kissen und Bänkchen stellt die Volkshochschule.
Wie lange sollte ich üben?
Für den Anfang zehn bis zwanzig Minuten täglich. Regelmäßigkeit zählt mehr als Dauer: Fünf Minuten jeden Tag bringen mehr als eine Stunde am Wochenende.
Ist Meditation religiös?
Die Techniken stammen aus religiösen Traditionen, werden an Volkshochschulen aber säkular unterrichtet. Zen-Kurse behalten Form und Ablauf der Tradition bei, ohne Bekenntnis zu verlangen.
Was kostet ein Meditationskurs?
Zwischen 60 und 140 Euro pro Kurs. Reine Meditationskurse werden von den Krankenkassen selten bezuschusst, achtsamkeitsbasierte Programme wie MBSR dagegen häufig.
Kurs in Ihrer Nähe finden
Meditationskurse stehen an vielen Volkshochschulen im Programm, oft zusammen mit Yoga oder Achtsamkeit. Über unsere Übersicht der Bundesländer finden Sie die Einrichtung in Ihrer Region.

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Meditationskurse in Ihrer Region
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