Sushi-Kurse an der Volkshochschule
Sushi-Kurse gehören zu den Angeboten, die an Volkshochschulen zuerst ausgebucht sind. Es ist ein einzelner Abend, meist vier bis fünf Stunden, an dessen Ende alle gemeinsam essen. Gelernt wird das, woran es zu Hause meist scheitert: der Reis.
- 1Termin, 4-5 Stunden
- 45-90 €inkl. Zutaten
- 8-14Teilnehmende
- 3-4Sushi-Arten je Kurs
Was im Kurs gemacht wird
Im Mittelpunkt steht der Reis, nicht der Fisch. Sushi heißt übersetzt „sauer" und meint genau das: gesäuerten Reis. Gekocht wird Rundkornreis, danach mit einer Mischung aus Reisessig, Zucker und Salz vermengt und beim Auskühlen mehrfach gewendet. Wer das einmal unter Anleitung gemacht hat, bekommt es zu Hause hin - aus der Beschreibung allein gelingt es selten.
Danach kommen die Formen: Maki (in Nori-Blatt gerollt), Inside-Out mit dem Reis außen, Nigiri als handgeformte Ballen und oft Temaki, die gerollte Tüte. Dazu die Schnitttechnik - ein Sushi-Messer schneidet nur sauber, wenn es nass ist und gezogen statt gedrückt wird.
Roher Fisch: worauf es ankommt
Für rohen Verzehr braucht es Fisch in Sashimi-Qualität. Entscheidend ist nicht der Preis, sondern die Behandlung: Meeresfisch muss zur Abtötung von Parasiten vorher durchgefroren gewesen sein - mindestens 24 Stunden bei minus 20 Grad. Genau deshalb ist tiefgekühlter Thunfisch aus dem Handel oft die sicherere Wahl als frischer von der Theke.
Viele Volkshochschulkurse arbeiten ohnehin überwiegend vegetarisch, mit Avocado, Gurke, Rettich und Tamago-Omelett. Wenn Ihnen roher Fisch wichtig ist, lesen Sie die Ausschreibung genau oder fragen Sie nach - das steht nicht immer dabei.
Was Sie mitbringen sollten
- Schürze und ein Geschirrtuch
- Behälter für die Reste - es bleibt fast immer etwas übrig
- Bei Fischallergie oder Schwangerschaft vorher Bescheid geben
- Bambusmatte und Messer stellt in der Regel die Volkshochschule
Die Zutaten sind bei Kochkursen fast immer in der Gebühr enthalten. Wenn nicht, steht in der Ausschreibung eine Umlage von meist 10 bis 20 Euro, die vor Ort bezahlt wird.
Für wen der Kurs passt
Für Anfänger ohne Vorkenntnisse - Sushi ist Handwerk, keine Kochkunst. Beliebt ist das Format als gemeinsamer Abend zu zweit oder mit Freunden; Volkshochschulen nehmen Anmeldungen von Paaren ausdrücklich an. Wer eine Ausbildung zum Sushi-Koch erwartet, ist hier falsch: Ein Abend vermittelt vier Techniken, nicht einen Beruf.
Vegetarisch oder vegan lebende Menschen sollten vorher fragen. Viele Kurse lassen sich anpassen, weil der Reis ohnehin die Hauptsache ist - Wasabi, Sojasauce und eingelegter Ingwer sind pflanzlich.
Häufige Fragen
Was kostet ein Sushi-Kurs an der Volkshochschule?
Brauche ich Vorkenntnisse?
Wird mit rohem Fisch gearbeitet?
Kann ich als Vegetarier teilnehmen?
Muss ich eigene Ausrüstung mitbringen?
Kurs in Ihrer Nähe finden
Sushi läuft im Fachbereich Ernährung, oft zusammen mit anderen Länderküchen - siehe auch Kochkurse allgemein. Da die Plätze begrenzt sind, lohnt die Anmeldung in den ersten Tagen nach Erscheinen des Programmhefts. Welche Volkshochschule für Ihren Ort zuständig ist, steht in der Städteübersicht.