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Weinseminare an der Volkshochschule

Weingläser mit Proben bei einer Verkostung

Ein Weinseminar an der Volkshochschule kostet einen Bruchteil dessen, was kommerzielle Anbieter verlangen, und liefert dasselbe: sechs bis acht Weine im Vergleich, dazu jemanden, der erklärt, worauf zu achten ist. Es ist ein Abend, meist am Freitag, und es wird ausgespuckt oder geschluckt - das entscheidet jeder selbst.

  • 1Termin, 2-3 Stunden
  • 25-60 €inkl. Weine
  • 6-8Proben je Abend
  • 13Anbaugebiete in Deutschland

Wie ein Abend abläuft

Verkostet wird in einer festgelegten Reihenfolge: leicht vor kräftig, trocken vor süß, weiß vor rot. Jeder Wein durchläuft dieselben drei Schritte - Aussehen, Geruch, Geschmack. Der Geruch ist der wichtigste und der, den die meisten unterschätzen: Der überwiegende Teil dessen, was wir „schmecken", nehmen wir über die Nase wahr.

Zwischen den Proben wird über das gesprochen, was am Tisch tatsächlich ankommt. Das Vokabular kommt dabei von selbst; niemand muss „Cassis" oder „Brioche" sagen. Ein gutes Seminar nimmt eher die Scheu vor der Sprache, statt neue aufzubauen.

Übliche Themenabende

  • Einsteigerabend - die Grundlagen, quer durch Rebsorten und Länder
  • Deutsche Anbaugebiete - Riesling im Vergleich zwischen Mosel, Rheingau und Pfalz
  • Rebsorten - dieselbe Traube aus verschiedenen Ländern nebeneinander
  • Wein und Essen - warum manche Kombinationen funktionieren und andere nicht
  • Naturwein und Bio - inzwischen an vielen Volkshochschulen im Programm

Was Sie danach können

Vor allem: einen Wein einordnen, statt ihn nur zu mögen oder nicht. Sie erkennen, ob Säure oder Süße dominiert, ob Holzausbau im Spiel war und ob ein Wein zum Essen passt. Das reicht, um im Laden nicht mehr nach Etikett zu kaufen.

Was ein Abend nicht leistet: eine Ausbildung. Sommelier ist ein eigenständiger Beruf mit mehrjähriger Qualifizierung; Weinseminare an Volkshochschulen sind Allgemeinbildung, kein Berufsabschluss. Wer in die Richtung will, findet Lehrgänge bei den Industrie- und Handelskammern.

Praktisches

Die Weine sind im Preis enthalten - deshalb kostet ein Weinseminar mehr als ein gewöhnlicher Vortragsabend. Kommen Sie nicht mit dem Auto oder planen Sie das Ausspucken ein; ein Spuckbehälter steht bereit, und niemand schaut komisch. Sechs Proben zu je 0,05 Litern summieren sich auf ein Glas Wein.

Essen Sie vorher etwas. Und: Verzichten Sie auf Parfum - es überlagert die Aromen für den ganzen Tisch, nicht nur für Sie.

Häufige Fragen

Was kostet ein Weinseminar an der Volkshochschule?

Meist 25 bis 60 Euro für einen Abend mit sechs bis acht Weinen. Kommerzielle Anbieter verlangen für vergleichbare Verkostungen ein Vielfaches.

Brauche ich Vorkenntnisse?

Nein. Einsteigerabende setzen nichts voraus außer Interesse. Für Aufbauthemen wie einzelne Anbaugebiete ist ein Grundlagenabend hilfreich, aber selten Pflicht.

Muss ich den Wein trinken?

Nein. Bei Verkostungen ist Ausspucken üblich und ausdrücklich vorgesehen, Behälter stehen bereit. So lassen sich auch acht Weine beurteilen, ohne angetrunken zu sein.

Werde ich damit Sommelier?

Nein. Sommelier ist ein Beruf mit eigener Qualifizierung, etwa über die Industrie- und Handelskammer. Ein Volkshochschulseminar ist Allgemeinbildung.

Gibt es auch alkoholfreie Alternativen?

Vereinzelt bieten Volkshochschulen Verkostungen alkoholfreier Weine oder Traubensäfte an. Im klassischen Weinseminar wird Alkohol verkostet - Ausspucken ist die praktikable Lösung.

Kurs in Ihrer Nähe finden

Weinseminare laufen im Fachbereich Ernährung, oft neben Kochkursen. In Weinbauregionen sind sie häufiger und tiefer gestaffelt, teils mit Besuch beim Winzer. Welche Volkshochschule für Ihren Ort zuständig ist, steht in der Städteübersicht.

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