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Ernährungskurse an der Volkshochschule

Beratungsgespräch am Tisch mit frischen Lebensmitteln

Volkshochschulen beraten nicht individuell - dafür braucht es eine Praxis mit ärztlicher Verordnung. Was sie anbieten, sind Kurse: Grundlagen der Ernährung, Umgang mit Unverträglichkeiten, Abnehmen ohne Diätprogramm, Ernährung im Alter. Der Unterschied ist wichtig, weil er darüber entscheidet, ob die Krankenkasse zahlt.

  • 6-12Termine je Kurs
  • 60-160 €Kursgebühr
  • bis 80 %Erstattung bei Zertifizierung
  • 5Portionen Obst und Gemüse

Welche Kurse es gibt

  • ErnährungsgrundlagenNährstoffe, Portionsgrößen, Etiketten lesen, Werbeversprechen einordnen
  • GewichtKurse mit Verhaltensänderung statt Diätplan, oft über mehrere Monate mit Bewegungsanteil
  • UnverträglichkeitenLaktose, Fruktose, Gluten - was tatsächlich belegt ist und wie man einkauft
  • Ernährung bei ErkrankungenDiabetes, Bluthochdruck, erhöhte Blutfette - begleitend, nicht als Behandlung
  • PraxiskurseKochen mit Ernährungsschwerpunkt, oft zusammen mit dem Fachbereich Kochen

Kurs oder Einzelberatung?

Eine individuelle Ernährungsberatung bei Fachkräften mit anerkannter Qualifikation wird von den gesetzlichen Krankenkassen anteilig übernommen, wenn eine ärztliche Notwendigkeitsbescheinigung vorliegt. Das läuft nicht über die Volkshochschule.

Ein VHS-Kurs dagegen richtet sich an Gruppen und ist Prävention. Ist er nach § 20 SGB V zertifiziert, erstattet die Kasse meist 80 bis 100 Prozent der Gebühr für ein bis zwei Kurse im Jahr. Beides schließt sich nicht aus - viele nutzen den Kurs für die Grundlagen und die Beratung für den eigenen Fall.

Woran sich gute Kurse erkennen lassen

  • Keine Produktempfehlungen - wer Nahrungsergänzung oder bestimmte Marken bewirbt, verkauft, statt zu unterrichten.
  • Keine Verbotslisten - seriöse Kurse arbeiten mit Mengen und Häufigkeit, nicht mit „nie wieder".
  • Qualifikation der Leitung - Oecotrophologie, Ernährungswissenschaft, Diätassistenz. Steht meist in der Kursbeschreibung.
  • Alltagstauglich - Einkauf, Vorratshaltung, Kantine, Familie. Ernährungsumstellung scheitert selten am Wissen und fast immer am Alltag.

Was ein Kurs leisten kann

Er räumt mit Halbwissen auf - und davon gibt es in kaum einem Feld so viel. Nach einem Kurs können die meisten Nährwerttabellen lesen, Portionsgrößen einschätzen und Werbeaussagen einordnen. Das allein verändert Einkäufe spürbar.

Was er nicht leistet: dauerhafte Gewichtsabnahme im Alleingang. Dafür braucht es Zeit, Bewegung und meist mehr als zwölf Termine. Kurse, die schnelle Kilos versprechen, sind an Volkshochschulen selten - und wo sie auftauchen, ist Skepsis angebracht.

Häufige Fragen

Bekomme ich eine individuelle Beratung?

Nein, VHS-Kurse richten sich an Gruppen. Eine individuelle Ernährungsberatung läuft über qualifizierte Fachkräfte und wird von der Kasse anteilig übernommen, wenn eine ärztliche Bescheinigung vorliegt.

Zahlt die Krankenkasse den Kurs?

Bei Zertifizierung als Präventionskurs nach § 20 SGB V meist 80 bis 100 Prozent für ein bis zwei Kurse im Jahr, sofern Sie regelmäßig teilnehmen.

Helfen die Kurse beim Abnehmen?

Sie vermitteln die Grundlagen und Verhaltensstrategien. Dauerhafte Gewichtsabnahme braucht darüber hinaus Zeit und Bewegung - Kurse mit Schnellversprechen sollten Sie meiden.

Wer unterrichtet?

Meist Fachkräfte mit Studium der Oecotrophologie oder Ernährungswissenschaft oder mit Ausbildung als Diätassistenz. Die Qualifikation steht in der Regel in der Kursbeschreibung.

Wird auch gekocht?

In manchen Kursen ja, oft in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Kochen. Dann ist eine Lehrküche nötig, und die Gebühr enthält die Zutaten.

Kurs in Ihrer Nähe finden

Ernährungskurse stehen an den meisten Volkshochschulen im Programm. Über unsere Übersicht der Bundesländer finden Sie die Einrichtung in Ihrer Region.

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