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Einbürgerungstest: Vorbereitung an der Volkshochschule

Teilnehmende bei einem schriftlichen Test im Kursraum

Der Einbürgerungstest besteht aus 33 Fragen, von denen 17 richtig beantwortet werden müssen. Die Fragen stammen aus einem öffentlich einsehbaren Katalog von 310 bundesweiten Fragen plus 10 Fragen zum jeweiligen Bundesland - wer diesen Katalog durcharbeitet, kennt jede mögliche Frage vorher. Volkshochschulen nehmen den Test ab und bereiten darauf vor.

  • 33Fragen im Test
  • 17richtige Antworten reichen
  • 60Minuten Zeit
  • 25 €Prüfungsgebühr

Wie der Test abläuft

Sie bekommen 33 Fragen im Multiple-Choice-Verfahren: 30 zu Politik, Geschichte und Gesellschaft, 3 zu Ihrem Bundesland. Je Frage stehen vier Antworten zur Wahl, genau eine ist richtig. Die Zeit beträgt 60 Minuten, bestanden ist ab 17 richtigen Antworten.

Alle Fragen stammen aus dem Gesamtkatalog mit 310 allgemeinen und je 10 landesspezifischen Fragen, den das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge veröffentlicht. Überraschungen gibt es also nicht - der Test prüft, ob Sie diesen Katalog durchgearbeitet haben.

Das Ergebnis kommt nach einigen Wochen schriftlich als „Zertifikat Einbürgerungstest". Wer nicht besteht, kann beliebig oft wiederholen; die Gebühr fällt jedes Mal neu an.

Was der VHS-Kurs bringt

  • Struktur statt 310 Einzelfragen - im Kurs werden die Themen sortiert durchgegangen: Grundrechte, Wahlen, Föderalismus, Geschichte, Religionsfreiheit.
  • Der Landesteil - für Ihr Bundesland, den Online-Trainer oft stiefmütterlich behandeln.
  • Sprachliche Hürden - viele Fragen scheitern nicht am Wissen, sondern an Formulierungen wie „Was ist keine Aufgabe des Bundespräsidenten?".
  • Probetests unter realistischen Bedingungen.

Üblich sind vier bis acht Termine für 30 bis 90 Euro. Wer ohnehin einen Integrationskurs besucht, hat den Stoff mit dem Orientierungskurs bereits abgedeckt - der schließt mit dem Test „Leben in Deutschland" ab, der für die Einbürgerung anerkannt wird.

Anmeldung und Prüfungstermine

Volkshochschulen sind die häufigsten Prüfungsstellen. Die Anmeldung läuft direkt bei der Einrichtung, meist mit Frist von einigen Wochen vor dem Termin; mitzubringen ist ein amtlicher Lichtbildausweis. Die Gebühr beträgt bundeseinheitlich 25 Euro und ist unabhängig vom Kursbesuch - Sie können den Test auch ohne Vorbereitungskurs ablegen.

Prüfungstermine gibt es an größeren Volkshochschulen monatlich, an kleineren seltener. Fragen Sie früh nach: Zwischen Anmeldung und Zertifikat vergehen leicht zwei Monate, und die Einbürgerungsbehörde braucht das Original.

Wer den Test nicht braucht

Vom Einbürgerungstest befreit ist, wer einen deutschen Schulabschluss oder ein Studium an einer deutschen Hochschule abgeschlossen hat, wer aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft nicht in der Lage ist, den Test abzulegen, und wer das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Auch der bestandene Test „Leben in Deutschland" aus dem Integrationskurs wird anerkannt.

Der Einbürgerungstest ist nur ein Baustein: Für die Einbürgerung kommen unter anderem Sprachkenntnisse auf Niveau B1, ein gesicherter Lebensunterhalt und eine Mindestaufenthaltsdauer hinzu. Über die Voraussetzungen entscheidet die Einbürgerungsbehörde Ihrer Stadt oder Ihres Kreises - nicht die Volkshochschule.

Häufige Fragen

Wie viele Fragen muss ich richtig haben?

17 von 33. Der Test dauert 60 Minuten, je Frage stehen vier Antworten zur Wahl. Alle Fragen stammen aus dem veröffentlichten Katalog von 310 allgemeinen und 10 landesspezifischen Fragen.

Was kostet der Einbürgerungstest?

Die Prüfungsgebühr beträgt bundeseinheitlich 25 Euro und ist unabhängig davon, ob Sie einen Vorbereitungskurs besuchen. Ein Kurs kostet zusätzlich meist 30 bis 90 Euro.

Kann ich den Test wiederholen?

Ja, beliebig oft. Die Gebühr von 25 Euro fällt bei jedem Versuch erneut an. Eine Wartezeit zwischen zwei Versuchen gibt es nicht, nur die Termine der Prüfungsstelle begrenzen.

Brauche ich einen Kurs?

Nein, Sie können sich direkt zur Prüfung anmelden. Der Kurs hilft vor allem bei den Formulierungen der Fragen und beim Landesteil - beides sind die häufigsten Stolpersteine.

Wer ist vom Test befreit?

Wer einen deutschen Schulabschluss oder ein deutsches Studium hat, wer den Test „Leben in Deutschland" aus dem Integrationskurs bestanden hat, wer unter 16 ist oder aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft nicht teilnehmen kann.

Kurs in Ihrer Nähe finden

Volkshochschulen sind die häufigsten Prüfungsstellen für den Einbürgerungstest. Über unsere Übersicht der Bundesländer finden Sie die Einrichtung in Ihrer Region.

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