KI-Kurse an der Volkshochschule: ChatGPT und Co.
Zwei Jahre nach dem Start von ChatGPT stehen KI-Kurse in fast jedem VHS-Programm - und sie gehören zu den am schnellsten ausgebuchten Angeboten. Der Grund ist selten Neugier: Die meisten kommen, weil im Beruf oder im Umfeld selbstverständlich damit gearbeitet wird und sie den Anschluss nicht verlieren wollen.
- 1-2Tage oder 4-6 Abende
- 40-160 €Kursgebühr
- eigenes Kontomeist Voraussetzung
- Bildungsurlaubteils anerkannt
Was in einem Einsteigerkurs behandelt wird
- Wie diese Systeme arbeiten - sie sagen wahrscheinliche Wortfolgen voraus. Daraus folgt alles Weitere, vor allem die Fehleranfälligkeit.
- Gute Anweisungen schreiben - Rolle, Kontext, Format, Beispiele. Der Unterschied zwischen brauchbarer und unbrauchbarer Antwort liegt fast immer hier.
- Erfundene Angaben erkennen - Quellen, Zahlen und Zitate werden überzeugend erfunden. Prüfen bleibt Ihre Aufgabe.
- Datenschutz - was man nicht eingibt: Kundendaten, Gesundheitsdaten, Betriebsinterna.
- Praktische Anwendungen - Texte entwerfen, zusammenfassen, übersetzen, Ideen sammeln, Bilder erzeugen.
Kurse für bestimmte Gruppen
- Einstieg für alleder Grundkurs ohne Vorkenntnisse, meist ein Abend oder Samstag
- Beruf und BüroE-Mails, Protokolle, Präsentationen, Recherche - oft als Bildungsurlaub anerkannt
- Selbständige und kleine BetriebeAngebote, Social Media, Kundenkommunikation
- Ältere Teilnehmenderuhiger, mit mehr Zeit für die Bedienung - inhaltlich dasselbe
- Bilder und MedienBildgeneratoren, dazu die Frage, wie man erzeugte Inhalte erkennt und kennzeichnet
Was ehrliche Kurse ansprechen
Ein guter KI-Kurs verkauft keine Wunder. Er zeigt, wo diese Werkzeuge stark sind - beim Formulieren, Umschreiben, Strukturieren, Zusammenfassen - und wo sie zuverlässig scheitern: bei Fakten, Rechnen, aktuellen Ereignissen und überall dort, wo Verantwortung nicht abgegeben werden kann.
Dazu gehören Fragen, die über die Bedienung hinausgehen: Wem gehören die erzeugten Texte? Was ist mit Urheberrecht an den Trainingsdaten? Wie kennzeichne ich KI-Inhalte im beruflichen Umfeld? Der EU-Rechtsrahmen ist im Entstehen - Kurse können den Stand erklären, keine Rechtssicherheit versprechen.
Was Sie mitbringen sollten
Sicherer Umgang mit Rechner oder Tablet und ein Browser - mehr nicht. Meist wird ein eigenes Konto beim jeweiligen Anbieter vorausgesetzt; legen Sie es vor dem ersten Termin an, sonst geht die erste halbe Stunde dafür drauf. Die kostenlosen Varianten reichen für Kurse in der Regel aus.
Wenn Ihnen der Umgang mit dem Gerät selbst noch schwerfällt, ist ein Computerkurs der bessere Anfang. KI-Kurse setzen voraus, dass Browser, Konten und Zwischenablage keine Hürde sind.
Häufige Fragen
Brauche ich Vorkenntnisse?
Nein, Einsteigerkurse setzen nur sicheren Umgang mit Rechner und Browser voraus. Programmierkenntnisse sind nicht nötig.
Brauche ich ein kostenpflichtiges Konto?
In der Regel nicht - die kostenlosen Varianten reichen für Kurse aus. Legen Sie das Konto aber vor dem ersten Termin an, sonst geht Kurszeit dafür verloren.
Kann ich mich auf die Antworten verlassen?
Nein. Diese Systeme erzeugen wahrscheinliche Wortfolgen, keine geprüften Fakten - Quellen und Zahlen werden überzeugend erfunden. Prüfen bleibt Ihre Aufgabe, und genau das wird im Kurs geübt.
Was darf ich nicht eingeben?
Personenbezogene Daten Dritter, Gesundheitsdaten, Kundendaten und Betriebsinterna. Was Sie eingeben, verlässt Ihren Rechner - dieser Punkt gehört in jeden seriösen Kurs.
Wird der Kurs als Bildungsurlaub anerkannt?
Berufsbezogene KI-Kurse sind in mehreren Bundesländern anerkannt, dann als Wochenkurs mit rund 30 Unterrichtsstunden. Die Volkshochschule weist das in der Ausschreibung aus.
Kurs in Ihrer Nähe finden
KI-Kurse gehören inzwischen zum Standardprogramm und sind schnell ausgebucht. Über unsere Übersicht der Bundesländer finden Sie die Volkshochschule in Ihrer Region.

Verwandte Themen: Computer und Medien · Computerkurs · berufliche Weiterbildung