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Babyschwimmen an der Volkshochschule

Eltern mit Babys im warmen Wasser eines Lehrschwimmbeckens

Babyschwimmen ist kein Schwimmunterricht - Babys lernen dabei nicht schwimmen, und sie werden dadurch auch später keine besseren Schwimmer. Was es ist: eine halbe Stunde Bewegung im warmen Wasser mit engem Körperkontakt, die den meisten Kindern sichtlich Freude macht. Wer das weiß, hat die richtige Erwartung.

  • 8-10Termine je Kurs
  • 70-150 €Kursgebühr
  • 32 °CWassertemperatur, mindestens
  • 30 Min.je Einheit

Wie eine Stunde abläuft

Ein Elternteil geht mit ins Wasser und hält das Kind die ganze Zeit. Gearbeitet wird mit Liedern, ruhigem Gleiten durch das Wasser, Wasserspielzeug und einfachen Bewegungsformen - auf dem Rücken, auf dem Bauch, an der Hand des Erwachsenen. Mehr als 30 Minuten sind es selten, weil Babys im Wasser schnell auskühlen und müde werden.

Entscheidend ist die Temperatur: Unter 32 Grad wird es für Säuglinge zu kalt. Deshalb finden die Kurse in Lehrschwimmbecken oder Therapiebädern statt, nicht im normalen Schwimmerbecken. Volkshochschulen kooperieren dafür meist mit einem örtlichen Bad.

Warum nicht getaucht wird

Früher gehörte das Untertauchen zum Programm - begründet mit dem sogenannten Atemschutzreflex, der bei Säuglingen den Kehlkopf verschließt. Davon ist man abgekommen: Der Reflex ist nicht bei jedem Kind gleich zuverlässig und lässt in den ersten Monaten nach. Kommt es zum Verschlucken größerer Wassermengen, drohen ernsthafte Komplikationen.

Seriöse Kurse tauchen deshalb nicht oder nur, wenn ein Kind von sich aus mit dem Gesicht ins Wasser geht. Wenn eine Kursleitung Tauchübungen ankündigt, ist das ein Grund, den Anbieter zu wechseln.

Ab wann und unter welchen Bedingungen

  • Frühestens ab dem dritten Lebensmonat, wenn der Kopf sicher gehalten wird
  • Der Nabel muss vollständig verheilt sein
  • Bei Infekten, Fieber, Mittelohrentzündung oder offenen Hautstellen bleibt das Kind zu Hause
  • Nicht direkt nach dem Stillen oder Füttern - eine Stunde Abstand
  • Impfungen sind keine Voraussetzung, werden von einzelnen Bädern aber verlangt

Bei chronischen Erkrankungen, Herzfehlern oder nach Frühgeburt sprechen Sie vorher mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt.

Was Sie mitbringen

Schwimmwindeln sind Pflicht - normale Windeln saugen sich voll und halten nichts zurück. Dazu Handtücher für beide, Badesachen für den Erwachsenen, etwas zu trinken für danach und Zeit: Das An- und Ausziehen dauert länger als der Kurs selbst. Rechnen Sie insgesamt mit gut anderthalb Stunden.

Manche Kinder weinen die ersten Male. Das ist kein Zeichen dafür, dass Babyschwimmen nichts für sie ist - meist braucht es zwei bis drei Termine. Bleibt es dabei, ist Abbrechen die richtige Entscheidung, nicht Durchhalten.

Häufige Fragen

Lernt mein Baby dabei schwimmen?

Nein. Babyschwimmen ist Bewegung im warmen Wasser mit engem Körperkontakt. Schwimmen lernen Kinder frühestens im Vorschulalter, dafür gibt es eigene Kurse.

Ab wann darf mein Baby ins Wasser?

Frühestens ab dem dritten Lebensmonat, wenn der Kopf sicher gehalten wird und der Nabel verheilt ist. Bei Frühgeburt oder Vorerkrankungen vorher kinderärztlich abklären.

Wird beim Babyschwimmen getaucht?

In seriösen Kursen nicht. Der Atemschutzreflex ist nicht zuverlässig genug, und verschlucktes Wasser kann ernsthafte Folgen haben. Angekündigte Tauchübungen sind ein Grund, den Anbieter zu wechseln.

Wie warm muss das Wasser sein?

Mindestens 32 Grad. Deshalb finden die Kurse in Lehrschwimmbecken oder Therapiebädern statt und nicht im normalen Schwimmerbecken.

Was kostet Babyschwimmen?

An Volkshochschulen meist 70 bis 150 Euro für acht bis zehn Termine. Der Preis liegt über anderen Kursen, weil Beckenzeit angemietet wird.

Kurs in Ihrer Nähe finden

Babyschwimmen läuft im Fachbereich Kinder, Jugend und Familie, meist in Kooperation mit einem örtlichen Bad - entsprechend begrenzt sind die Plätze. Passend dazu: Babymassage und PEKiP. Für ältere Kinder gibt es den Schwimmkurs. Die zuständige Volkshochschule zeigt die Städteübersicht.

Babyschwimmen in Ihrer Region

Volkshochschulen sind kommunal organisiert - welche Kurse tatsächlich laufen, entscheidet die Einrichtung vor Ort. Über die Städteseiten finden Sie Adressen, Kursbereiche und Einrichtungen in der Umgebung.

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