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Babymassage-Kurse an der Volkshochschule

Mutter massiert ihr Baby auf einer Decke im Kursraum

In einem Babymassage-Kurs lernen Eltern eine Abfolge ruhiger Streichungen, die sie zu Hause in den Alltag einbauen können. Der Nutzen liegt weniger in der Technik als in der Zeit: fünfzehn Minuten, in denen nichts anderes zu tun ist, als auf die Reaktionen des eigenen Kindes zu achten.

  • 5-8Termine je Kurs
  • 50-110 €Kursgebühr
  • 15 Min.reichen zu Hause
  • 24 °CRaumtemperatur, mindestens

Was im Kurs vermittelt wird

Die verbreitete Form geht auf den französischen Geburtshelfer Frédérick Leboyer und auf indische Traditionen zurück. Massiert wird in fester Reihenfolge - meist Beine, Füße, Bauch, Brust, Arme, Rücken und Gesicht - mit ruhigen, gleichmäßigen Streichungen ohne Druck.

Ein Teil, der oft am meisten hilft, ist der Bauch: kreisende Bewegungen im Uhrzeigersinn, entlang des Darmverlaufs. Bei Blähungen und Unruhe berichten viele Eltern von einer spürbaren Erleichterung. Belegt ist das nicht in dem Maße, wie es manchmal dargestellt wird - schaden kann es nicht, und der Effekt auf die Eltern selbst ist real.

Auf die Signale achten

Der wichtigste Inhalt ist nicht die Griffreihenfolge, sondern das Lesen der Reaktionen. Ein Baby, das den Blick abwendet, die Fäuste ballt, sich wegdreht oder quengelt, will gerade nicht - dann wird abgebrochen, auch mitten in der Abfolge.

  • Nicht direkt nach der Mahlzeit, mindestens 30 bis 45 Minuten Abstand
  • Nicht bei Fieber, Infekten, frischen Impfungen oder Hautausschlägen
  • Nicht gegen den Willen des Kindes - Massage ist ein Angebot, keine Anwendung
  • Über der Wirbelsäule wird nicht gedrückt, an der Nabelregion nur vorsichtig

Welches Öl

Empfohlen werden kaltgepresste Pflanzenöle ohne Duftstoffe - Mandelöl, Sonnenblumenöl oder Sesamöl. Bei Mandelöl ist bei bekannter Nussallergie in der Familie Vorsicht geboten; Sonnenblumenöl ist dann die unproblematischere Wahl.

Nicht geeignet sind Mineralöle, ätherische Öle und Produkte mit Parfum. Bei Neurodermitis oder empfindlicher Haut lohnt eine Rücksprache mit der Kinderärztin. Testen Sie jedes neue Öl vorher an einer kleinen Stelle.

Ab wann und für wen

Der Einstieg ist meist ab der vierten bis sechsten Lebenswoche möglich, sobald der Nabel verheilt ist. Nach oben gibt es keine Grenze - auch größere Babys und Kleinkinder genießen die Berührung, sie halten nur seltener still.

Besonders sinnvoll ist der Kurs für Eltern, denen der Zugang zum eigenen Kind schwerfällt - nach einer schwierigen Geburt, bei viel Schreien oder nach einer Trennungssituation. Auch für Väter, die im ersten Jahr weniger Körperkontakt haben als die stillende Mutter, ist es ein guter Einstieg.

Häufige Fragen

Ab wann kann ich mein Baby massieren?

Meist ab der vierten bis sechsten Lebenswoche, sobald der Nabel verheilt ist. Eine Altersgrenze nach oben gibt es nicht.

Hilft Babymassage bei Blähungen?

Viele Eltern berichten davon, insbesondere bei kreisenden Bewegungen im Uhrzeigersinn über dem Bauch. Wissenschaftlich ist der Effekt weniger klar belegt, als oft dargestellt - schaden kann es nicht.

Welches Öl soll ich verwenden?

Kaltgepresste Pflanzenöle ohne Duftstoffe, etwa Sonnenblumen- oder Mandelöl. Bei Nussallergie in der Familie kein Mandelöl. Keine Mineralöle, keine ätherischen Öle.

Was mache ich, wenn mein Baby nicht mitmacht?

Aufhören. Abgewandter Blick, geballte Fäuste oder Quengeln sind klare Signale. Massage ist ein Angebot - beim nächsten Mal klappt es oft.

Wann sollte nicht massiert werden?

Bei Fieber, Infekten, frischen Impfungen, Hautausschlägen und direkt nach dem Füttern. Im Zweifel kinderärztlich abklären.

Kurs in Ihrer Nähe finden

Babymassage läuft im Fachbereich Kinder, Jugend und Familie, oft über die Familienbildungsstätte. Passend dazu: PEKiP und Babyschwimmen. Für Massage unter Erwachsenen gibt es den Massagekurs. Die zuständige Volkshochschule zeigt die Städteübersicht.

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