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Strickkurse an der Volkshochschule

Hände beim Stricken mit Wolle

Stricken hat zwei Hürden, und beide liegen am Anfang: den Faden gleichmäßig führen und die ersten Maschen anschlagen. Wer darüber hinweg ist, kann sich alles Weitere anlesen. Genau deshalb sind VHS-Strickkurse meist kurz - und genau deshalb lohnen sie sich.

  • 4-10Termine je Kurs
  • 40-110 €Kursgebühr
  • 2Grundmaschen: rechts und links
  • 20-30 €Material für den Anfang

Was im Anfängerkurs passiert

Zuerst der Maschenanschlag, dann rechte Maschen, dann linke - mehr braucht es für ein Bündchen nicht. Aus rechten und linken Maschen entstehen sämtliche Grundmuster: glatt rechts, kraus rechts, Rippen, Perlmuster.

Danach kommen Zunahmen und Abnahmen (für Formen), Maschen aufnehmen (für Ärmel und Kragen) und das Zusammennähen. Das erste Werkstück ist fast immer ein Schal, ein Stirnband oder ein Topflappen - etwas Rechteckiges, an dem sich die Spannung beobachten lässt.

Wolle und Nadeln

  • Mittelstarke Wolle in heller Farbe - auf dunkler Wolle sind die Maschen kaum zu erkennen, das erschwert den Anfang unnötig.
  • Nadelstärke nach Banderole - meist 4 bis 5 Millimeter für den Einstieg. Zu dünne Nadeln machen die Arbeit zäh.
  • Kein Mohair, kein Bouclé zum Üben: Fehler lassen sich in solchen Garnen kaum aufribbeln.
  • Maschenprobe - der ungeliebte Schritt, ohne den jedes Kleidungsstück in der falschen Größe endet.

20 bis 30 Euro reichen für Nadeln und Wolle. Viele Volkshochschulen stellen Material für den ersten Termin.

Welche Kurse angeboten werden

  • AnfängerAnschlag, Grundmaschen, erstes Werkstück
  • Socken strickender beliebteste Aufbaukurs - Nadelspiel, Ferse, Spitze. Die Ferse ist die Hürde, an der viele allein scheitern
  • Pullover und JackenAnleitungen lesen, Maschenprobe, Passform, Zusammennähen
  • TechnikenZopfmuster, Norwegermuster mit mehreren Farben, Lochmuster
  • Offener TreffStricken in der Gruppe mit Hilfe bei Problemen, oft günstiger und ohne festes Programm

Warum es in der Gruppe leichter geht

Zwei Dinge lassen sich schlecht aus Videos lernen. Erstens die Fadenspannung: Ob zu fest oder zu locker gestrickt wird, sieht man am Werkstück - und jemand muss es einem zeigen, bevor der halbe Schal schief ist. Zweitens das Beheben von Fehlern: eine heruntergefallene Masche aufnehmen, mehrere Reihen zurückribbeln, ohne alles zu verlieren.

Dazu kommt der praktische Nebeneffekt der Gruppe: Wer einmal in der Woche mit anderen sitzt, macht weiter. Angefangene Strickstücke, die allein im Korb landen, sind das häufigste Ergebnis von Selbstlernversuchen.

Häufige Fragen

Wie schwer ist Stricken zu lernen?

Die ersten zwei Stunden sind die schwersten - Fadenführung und Maschenanschlag. Danach besteht alles aus rechten und linken Maschen; die Muster sind Kombinationen davon.

Welche Wolle soll ich kaufen?

Mittelstarke, helle, glatte Wolle mit Nadelstärke 4 bis 5. Kein Mohair und kein Bouclé zum Üben - darin lassen sich Fehler kaum aufribbeln.

Was kostet ein Strickkurs?

Zwischen 40 und 110 Euro je nach Termineanzahl. Material zahlen Sie selbst, für den Anfang genügen 20 bis 30 Euro.

Kann ich Socken im Anfängerkurs lernen?

Meist nicht - Socken laufen als eigener Aufbaukurs, weil Nadelspiel und Ferse eigene Techniken sind. Es ist der beliebteste Folgekurs überhaupt.

Lohnt sich ein Kurs, wenn es Videos gibt?

Für zwei Dinge ja: die Fadenspannung, die man selbst schlecht beurteilt, und das Beheben von Fehlern. Beides lernt sich in der Gruppe deutlich schneller.

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