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Klavierkurse an der Volkshochschule

Hände auf den Tasten eines Klaviers

Klavierunterricht findet klassischerweise einzeln statt - und genau deshalb ist er teuer. Volkshochschulen bieten eine Alternative: Gruppenkurse an Digitalpianos mit Kopfhörern, bei denen jeder auf seinem Instrument übt und die Kursleitung sich einzeln dazuschaltet. Für Einsteiger und Wiedereinsteiger funktioniert das erstaunlich gut.

  • 8-15Termine je Semester
  • 90-220 €Kursgebühr
  • 88Tasten am vollen Klavier
  • 4-8Plätze je Kurs

Wie Gruppenunterricht am Klavier funktioniert

Möglich wird er durch Digitalpianos: Jeder spielt über Kopfhörer, die Kursleitung hört über eine Anlage einzeln mit und gibt Rückmeldung, ohne die anderen zu stören. Gemeinsame Teile - Rhythmus, Theorie, vierhändiges Spiel - laufen über Lautsprecher.

Nicht jede Volkshochschule hat diese Ausstattung. Wo sie fehlt, gibt es Kurse an einem einzelnen Instrument im Wechsel oder Kooperationen mit der örtlichen Musikschule. Fragen Sie vor der Anmeldung, wie unterrichtet wird - davon hängt ab, wie viel Spielzeit Sie tatsächlich haben.

Was Sie im ersten Semester lernen

  • Handhaltung und Fingersatz - die Grundlage, die sich später kaum korrigieren lässt.
  • Notenlesen - anders als bei der Gitarre kommt man am Klavier kaum darum herum; beide Schlüssel, beide Hände.
  • Beidhändiges Spiel - der eigentliche Sprung: rechte Hand Melodie, linke Hand Begleitung.
  • Akkorde und Kadenzen - für Liedbegleitung und freies Spiel.
  • Erste Stücke - meist einfache klassische Sätze und bekannte Melodien.

Ohne Instrument zu Hause geht es nicht

Das ist der Punkt, an dem Klavierkurse anders sind als Gitarren- oder Gesangskurse: Ein Instrument zum Üben ist zwingend. Ohne tägliche Wiederholung kommt beidhändiges Spiel nicht zustande - die Bewegung muss in die Hände, und das braucht Wiederholung.

Ein Digitalpiano mit 88 gewichteten Tasten kostet gebraucht ab 300 bis 500 Euro und reicht für Jahre. Keyboards mit leichtgängigen, kleineren Tasten sind zum Einstieg nur bedingt tauglich: Anschlag und Handhaltung lassen sich damit nicht richtig aufbauen.

Wiedereinsteiger und Ältere

Eine große Gruppe an Volkshochschulen: Menschen, die als Kind Unterricht hatten und nach Jahrzehnten wieder anfangen. Für sie gibt es eigene Kurse - das Notenlesen kommt schneller zurück als erwartet, die Finger brauchen länger.

Zu alt ist niemand. Was sich mit dem Alter ändert, ist das Tempo des Bewegungslernens, nicht die Fähigkeit dazu. Realistisch ist nach einem Semester ein einfaches Stück mit beiden Händen - wer mehr erwartet, wird enttäuscht, wer sich darauf einlässt, bleibt meist dabei.

Häufige Fragen

Kann man Klavier in der Gruppe lernen?

Ja, an Digitalpianos mit Kopfhörern: Jeder übt auf seinem Instrument, die Kursleitung hört einzeln mit. Fragen Sie vor der Anmeldung, ob Ihre Volkshochschule so ausgestattet ist.

Brauche ich ein Instrument zu Hause?

Ja, ohne tägliches Üben funktioniert beidhändiges Spiel nicht. Ein gebrauchtes Digitalpiano mit 88 gewichteten Tasten ab 300 bis 500 Euro reicht für Jahre.

Reicht ein Keyboard?

Nur bedingt. Leichtgängige, schmalere Tasten verhindern, dass sich Anschlag und Handhaltung richtig aufbauen. Für die ersten Wochen geht es, auf Dauer nicht.

Muss ich Noten lernen?

Am Klavier praktisch ja - beide Hände, beide Schlüssel. Anders als bei der Gitarre kommt man mit Akkordsymbolen allein nicht weit.

Bin ich mit 60 zu alt zum Anfangen?

Nein. Das Bewegungslernen dauert länger als bei Kindern, die Fähigkeit bleibt. Wiedereinsteigerkurse an Volkshochschulen bestehen überwiegend aus dieser Altersgruppe.

Kurs in Ihrer Nähe finden

Klavierkurse setzen entsprechende Instrumente voraus und stehen vor allem an größeren Volkshochschulen im Programm. Über unsere Übersicht der Bundesländer finden Sie die Einrichtung in Ihrer Region.

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