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Aquarellkurse an der Volkshochschule

Aquarellkasten, Pinsel und angefangenes Bild

Aquarell gilt als die schwierigste der einfachen Maltechniken: Man kann nichts übermalen, nichts korrigieren, und die Farbe trocknet heller auf, als sie aussieht. Genau das macht sie reizvoll - und genau deshalb bringt ein Kurs hier mehr als bei anderen Techniken. Die entscheidenden Handgriffe lassen sich in wenigen Terminen lernen.

  • 8-15Termine je Semester
  • 70-160 €Kursgebühr
  • 12Farben reichen für den Anfang
  • 30-50 €Material für den Einstieg

Was den Unterschied macht

  • Nass in nass - Farbe läuft in feuchtes Papier und verläuft weich. Für Himmel und Hintergründe, kaum steuerbar und deshalb Übungssache.
  • Lasieren - dünne Schichten übereinander, jede erst nach dem Trocknen. So entstehen Tiefe und Leuchtkraft.
  • Weiß aussparen - im Aquarell gibt es kein Deckweiß; die hellsten Stellen sind das Papier selbst. Sie müssen von Anfang an mitgeplant werden.
  • Wassermenge - die eigentliche Kunst. Zu viel und die Farbe ist unkontrollierbar, zu wenig und sie wirkt stumpf.

Material: worauf es ankommt

Beim Aquarell ist das Papier wichtiger als die Farbe. Unter 200 Gramm pro Quadratmeter wellt es sich und saugt sich voll; sinnvoll sind 300 Gramm, gern mit Baumwollanteil. Ein Block in DIN A4 oder A3 reicht für den Anfang.

Bei den Farben genügen zwölf, wenn es gute sind - Mischen lernt man ohnehin im Kurs. Dazu zwei bis drei Pinsel: ein größerer Rundpinsel für Flächen, ein feiner für Details. Alles zusammen liegt bei 30 bis 50 Euro. Kaufen Sie erst nach dem ersten Termin; Kursleitungen haben konkrete Empfehlungen und sparen Ihnen Fehlkäufe.

Welche Kurse angeboten werden

  • GrundkursFarbaufbau, Wasserführung, einfache Motive - Stillleben, Landschaft
  • Skizzenbuch unterwegsschnelles Aquarellieren im Freien, oft als Wochenendkurs in der Altstadt oder am Wasser
  • Botanisches AquarellPflanzen genau beobachten und darstellen - geduldige, feine Arbeit
  • Offenes Ateliereigenes Projekt mit Begleitung, für Fortgeschrittene

Wer noch nie gemalt hat, ist in einem Zeichenkurs gut aufgehoben, bevor Farbe dazukommt: Aquarell verzeiht Fehler in Proportion und Bildaufbau schlechter als andere Techniken.

Was im ersten Semester realistisch ist

Nach einem Semester können die meisten einen Farbverlauf sauber anlegen, Farben mischen, ohne dass Braun entsteht, und ein einfaches Motiv aufbauen. Was länger dauert, ist der Mut zum Loslassen - das Bild rechtzeitig für fertig zu erklären, statt hineinzuarbeiten, bis es kippt.

Ein häufiger Satz in Kursen lautet: Aquarell muss man zwei Züge vor dem Ziel stoppen. Das lernt niemand aus einem Buch, sondern über misslungene Blätter - und darüber, dass jemand daneben steht und im richtigen Moment „Hände weg" sagt.

Häufige Fragen

Kann ich Aquarell ohne Zeichenkenntnisse lernen?

Ja, es geht - leichter wird es mit Grundlagen im Zeichnen. Aquarell verzeiht Fehler in Proportion und Bildaufbau schlecht, weil sich nichts übermalen lässt.

Welches Material brauche ich?

Papier ab 300 Gramm, zwölf gute Farben und zwei bis drei Pinsel - zusammen 30 bis 50 Euro. Kaufen Sie erst nach dem ersten Termin, die Kursleitung nennt konkrete Empfehlungen.

Warum sehen meine Farben stumpf aus?

Meist ist zu wenig Wasser im Spiel oder es wurden zu viele Farben gemischt. Aquarell lebt von wenigen, dünnen Schichten - Leuchtkraft entsteht durch das durchscheinende Papier.

Was kostet ein Aquarellkurs?

Zwischen 70 und 160 Euro pro Semester, Material zahlen Sie selbst. Wochenendkurse im Freien liegen ähnlich.

Kann man Fehler korrigieren?

Kaum - das ist die Eigenart der Technik. Feuchte Farbe lässt sich noch abtupfen, getrocknete kaum. Deshalb wird von hell nach dunkel gearbeitet und Weiß von Anfang an ausgespart.

Kurs in Ihrer Nähe finden

Mal- und Aquarellkurse gehören zum festen Programm fast jeder Volkshochschule. Über unsere Übersicht der Bundesländer finden Sie die Einrichtung in Ihrer Region.

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